Katzenkratzbäume selbst gemacht!


Leider kann ich kein Foto machen. da man die Konstruktion nicht komplett ablichten kann.
Daher anbei eine Zeichnung, ich bitte um Entschuldigung für meine wenig ausgeprägten kreativen Möglichkeiten. 😉

Und nun die Bauanleitung:
bei Ikea oder anderem Möbelmarkt besorgen
2 Sisalfußmatten ohne Metallkern
1 dicker Zier-Kissenbezug mind. 80 x 80 cm, ich habe zum Beispiel einen dicken Samtbezug
Ansonsten braucht man: 4 Schrauben mit Unterlegscheiben und 3 Haken für die Wand. Material für den Übgang von der Hängematte zur Kletterstange, Material zur Stabilisierung der Kletterstange.
Die Hängematte wird an eine Wandecke geschraubt, Dazu die drei Haken befestigen. Das Kissen falten damit es auf Dreieck liegt. In die lange Seite beispielsweise einen alten Gürtel legen, damit die „Vorderseite“ der Hängematte relativ straff gespannt werden kann. Ggf. die Kissenenden mit Stoff verstärken, damit
nichts ausreißt.
Wenn man die Möglichkeit hat, die Kletterstange direkt daneben befestigen. Bei mir mußte ich noch eine kurze Strecke über der Tür überbrücken. Dazu habe ich einen dicken Stoffschlauch genommen, man kann aber auch ein kleines Brett montieren.
Kletterstange: die beiden Fußmatten zusammenrollen und an die Wand dübeln. Wichtig sind die Unterlegscheiben für die Schrauben, weil sonst durch die Belastung die Schraubenköpfe durch das Sisal rutschen könnten. Am besten die Fußmattenrollen von innen verstärken! Ich habe vom Tiermarkt Einzelteile für Kratzbäume geholt, 3 billige Kletterstangen á 40 cm, in die Fußmattenrollen geschoben und mit den dazugehörenden Spezialschrauben zusammengeschraubt. Wo das nicht reichte, habe ich alte Stofftaschen reingeschoben.
Man kann statt der Fußmatten natürlich sowieso die Kletterstangen nehmen, allerdings sind die schönen „dicken“ Stangen (12-16 cm) sehr teuer, außerdem sehen sie für den Menschen eher „langweilig“ aus gegenüber der Optik der Fußmatten (die es ja z.B, auch in verschiedenen Farben gibt)! Und auch die Stangen muß man an der Wand bzw. Decke verdübeln, letztlich hat man finanziell nichts gespart.
Da sich die Katzen beim Klettern richtig gegen die Klettermöglichkeit „schmeißen“, muß das ganze wirklich stabil gebaut sein. Fällt einmal irgendwas mit der Katze zusammen oder von der Wand, wird sie die Klettermöglichkeit nicht mehr nutzen!

Katzen klettern gerne nach oben, haben aber manchmal Schwierigkeiten wieder herunter zu kommen. Bei mir ist ein neben der Kletterkonstruktion stehendes Bücherregal der ideale „Abstieg“, da die Katzen über zwei „Etagen“ runterspringen können.

Eine weitere Möglichkeit:
Bücherregalbretter mit altem Teppichboden beziehen und in verschiedenen Abständen über die Wand verteilen. Wenn man mit den Brettern erst im oberen Wanddrittel anfängt, ebenfalls eine Kletterhilfe aus gerollten Fußmatten oder Kratzbaumstangen bauen. Noch netter ist es, wenn man über den Regaibrettem noch dünne Fuß- bzw. Schmutzmatten an die Wand befestigt, damit die Katze nicht an der Tapete kratzt. Bei allen Befestigungen darauf achten, daß keine Schraubenköpfe o.ä. rausstehen, woran sich die Katze verletzten kann. Also z.B. Senkschrauben, Schrauben mit Rundköpfen o.ä. verwenden.

Dritte Möglichkeit:
aus dem Wald einen schönen Baumstamm (Totholz, beim Förster fragen!) holen, Rinde soweit möglich abreißen/-schälen und passend zurecht sägen. Die Äste können dran bleiben, aber nichts Spitzes übrig lassen!
Oben und unten Bretter anschrauben. Die Bretter kann man auch mit Teppichresten beziehen
Auch das muß super stabil gebaut und an der Wand verschraubt werden, damit nichts kippen kann!
Mit ein wenig Phantasie fällt einem bestimmt noch mehr ein! 🙂

Andrea C. Schäfer
www.thp-schaefer.de